Zugspitzlauf (22)
Freitag:
Zeit: 49:07 min
Gelände: viel Steigung (+400 hm), 20 mal 118 Stufen mit Ein-, und Auslaufen
Charakter: Treppenlauf, warme Temperaturen
Zugspitzlauf (17)
Mittwoch:
Zeit: 46:51
Gelände: Asphalt, Schneereste, viel Steigung (+400 hm)
Charakter: Treppenlauf am Abend, kräftiger Frost
Musik: Explosions In The Sky – All Of A Sudden I Miss Everyone (6/10)
Zugspitzlauf (14)
Donnerstag:
Zeit: 45:03 min
Gelände: viel Steigung (+400 hm)
Charakter: Treppenlauf, 20 mal 118 Stufen mit Ein- und Auslaufen, windig und mild
Musik: Asher Roth – Asleep In The Bread Aisle (7/10)
Zugspitzlauf (9)
Donnerstag:
Distanz: 9,6 km
Zeit: 43:08 min
Tempo: 4:29 min/km, 13,9 km/h
Gelände: Asphalt, natürlicher Boden und Pflastersteine, eine längere Steigung
Charakter: feuchtes Herbstwetter, relativ frische Temperatur
Musik: The National – The National (7/10)
Sonntag:
Zeit: 43:54 min
Gelände: Asphalt, viel Steigung (+400 hm)
Charakter: Treppenlauf am Abend, 20 mal 118 Stufen ohne Pause mit Ein- und Auslaufen
Musik: EINERVONUNS – Lieder für nichts und wieder nichts (8/10),
Fences – The Ultimate Puke EP (7/10)
Swissalpine K42 (30)
Donnerstag:
Zeit: 1:17:32 h
Gelände: Asphalt, sehr viel Steigung (+800 hm)
Charakter: Treppenlauf am Abend, 40 mal 118 Stufen ohne Pause mit Ein-, und Auslaufen
Musik: Azad – Faust des Nordwestens (6/10)
Sonntag:
Distanz: 17,4 km
Zeit: 1:31:07 h
Tempo: 5:14 min/km, 11,5 km/h
Gelände: Waldboden, teils steinige Pfade, viele Steigungen (+620 hm)
Charakter: Berglauf im Wald, doppelte Runde
Musik: The Gaslight Anthem – The ’59 Sound (10/10)

Swissalpine K42 (29)

Wieder 3360 Stufen hoch und runter gelaufen, dieses Mal ohne Pause zwischendurch und erstaunlicherweise komplett ohne anschließenden Muskelkater. Ich kann schwer abschätzen, inwieweit Treppenläufe auf die tatsächlichen Bedingungen eines Bergmarathons vorbereiten. Aber besser geht es in Berlin nun mal nicht.
Mittwoch:
Zeit: 58:11 min
Gelände: Asphalt, viel Steigung (+600 hm)
Charakter: 30 mal 118 Treppenstufen ohne Pause mit Ein-, und Auslaufen, warmes Wetter
Musik: Jim Jones – Capo (4/10)
Sonntag:
Distanz: 19,2 km
Zeit: 1:33:42 h
Tempo: 4:52 min/km, 12,3 km/h
Gelände: Asphalt, keine Steigungen
Charakter: Abendlauf, milde Temperaturen
Musik: James Blake – James Blake (7/10), Kings Of Leon – Come Around Sundown (8/10)

Swissalpine K42 (27)
Freitag:
Distanz: 7,9 km
Zeit: 37:28 min
Tempo: 4:45 min/km, 12,7 km/h
Gelände: Asphalt
Charakter: Lauf nach leichter Erkältung, schwüles Wetter
Musik: Bon Iver – For Emma, Forever Ago (10/10)
Sonntag:
Zeit: 1:10:13 h
Gelände: größtenteils Asphalt, viel Steigung (+600 hm)
Charakter: Treppenlauf im Platzregen, 30 mal 118 Stufen mit Ein-, Aus- und Zwischenlaufen
Musik: The National – Sad Songs For Dirty Lovers (6/10)

Was den Swissalpine K42 so anspruchsvoll macht
Es gibt Marathons und es gibt Marathons. Manche führen unaufgeregte 42 Kilometer auf Asphalt durch die Stadt. Entlang der Strecke stehen viele Menschen mit Schildern und Trillerpfeifen, und das Ganze ist am Ende ein großes Wohlfühl-Happening mit Massenevent-Charakter. An der Ziellinie wartet der Lohn für das ganze zeitfressende Sportprogramm nach Feierabend, die letzte ursprüngliche Herausforderung in einem Alltag zwischen durchdesignten Bürokomplexen und den Ersatzbefriedigungen der Einkaufszentren ist geschafft. Zweitens gibt es dann noch den Landschaftslauf. Ein solcher Marathon ist natürlich viel angenehmer zu laufen. Es ist nicht so laut und überfüllt, und man hat zumeist Bäume über und Waldboden unter sich. Und dann gibt es Läufe wie den Swissslpine K42 in Davos, der tief hinein ins Hochgebirge führt.
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Ich habe den Verlauf des K42 von Bergün über die Keschhütte (benannt nach dem imposanten Piz Kesch nebenan) und den Sertigpass nach Davos einmal ganz grob mit Google Earth nachgezeichnet. Die Veranstalter haben sehr viel genaueres Kartenmaterial parat. Die Ausmaße des Laufs lassen sich aber schon ganz gut erahnen. Die wichtigsten Fakten kommen hier:
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- Die Strecke von 42,125 Kilometern überwindet 1810 Höhenmeter im Anstieg und 1630 Höhenmeter im Abstieg. Zum Vergleich: Beim bekannten Zugspitzlauf geht es zwar 2235 Höhenmeter bergauf, allerdings nur über 17,8 Kilometer, was nicht einmal Halbmarathondistanz ist. Mein letzter langer Lauf über 33,8 Kilometer hatte knapp 800 Höhenmeter – für den Swissalpine Marathon wären es also noch einmal rund 1000 Höhenmeter mehr.
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- Der höchste Punkt der Route ist der Sertigpass auf 2739 Metern. Man erreicht ihn ziemlich genau nach der Hälfte der Marathondistanz (siehe Streckenprofil). Die maximale Sauerstoffaufnahme ist in dieser Höhe bereits vermindert – wie stark, hängt immer auch vom Sportler selbst ab. Nach meinen bisherigen Erfahrungen bereitet mir Höhenluft soweit keine Probleme.
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- Am Anfang und am Ende geht es zwar über Wald- und Wiesenwege, man kann aber davon ausgehen, dass weite Teile des Weges aus schmalen und unwegsamen Bergtrails bestehen. Das bedeutet für Muskulatur, Bänder und Sehnen eine nicht zu unterschätzende Zusatzbelastung.
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Wie kann man sich auf diese Herausforderungen vorbereiten? Ich denke, konditionell wird es zwar anstrengend, aber das ist schließlich ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Marathons. Ohne die Überwindung, die man aufbringen muss, wäre das Ganze auch ziemlich witzlos. Dieses Mal ist eben noch ein bisschen mehr Ausdauer gefragt. Das ist ja genau so gedacht. Ich mache mir jedenfalls keine großen Sorgen, dass mir irgendwann die Puste ausgeht. Das größte Risiko sehe ich in der Belastung der Beinmuskulatur. Es ist einfach etwas grundlegend anderes, auf ebenem Asphalt 20 Kilometer zu laufen, als 1800 Höhemeter über Bergpfade nach oben. Das geht ziemlich mies auf die Waden. Und bergab sind es wieder 20 Kilometer, auf denen die Knie jeden Schritt abfedern müssen.
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Es ist folgerichtig extrem wichtig, dass die Beinmuskulatur durchhält, nicht irgendwelche Bänder reißen oder nach einer Stunde bergauf die ersten Krämpfe einsetzen. Um das zu verhindern, gibt es ein tolles Rezept für das Training: Treppenläufe. Rauf und runter, immer wieder. Wenn ich also in den kommenden Wochen im Volkspark Friedrichshain wie ein Verrückter im Rocky-Balboa-Modus die Stufen rauf- und runterrenne, dann wisst ihr, wieso.
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