Olympia-Schwimmbad, nächste Runde

Ich traue meinem Bein nicht wirklich über den Weg. Wir beide haben mittlerweile ein sehr gestörtes Verhältnis zueinander, geprägt von gegenseitigem Misstrauen. Das Bein weiß: Ich will etwas von ihm, irgendetwas Großes, und das schon allzu bald. Und deshalb ist es argwöhnisch und bestraft mich ab und zu. Und ich wage mich auch nicht so recht heran. Deshalb war ich auch am Wochenende eher zurückhaltend und habe das Bein nur ins Wasser gelassen, damit es sich austoben kann. Das Resultat waren dann stolze 3 Kilometer in ziemlich genau 2 Stunden. Schwimmtechnisch mein bisheriger Rekord. Hoffentlich folgen bald noch andere. Nicht im Olympiabad.
Ein kleiner Lichtblick
Nachdem mein Bein nach letztem Wochenende weitgehend schmerzfrei ist, wollte ich mich am Donnerstag dann doch noch nicht direkt ans Laufen machen. Also war ich gemütlich einen Kilometer schwimmen, im tollen Olympiabad. Da kann man bis 23 Uhr rein, was aber auch schon der einzige Vorteil ist. Generell gilt: Ich mag Hallenbäder nicht, die Luft ist stickig und man fühlt sich eingesperrt. Der Whirpool hingegen kann einiges. Nun gut.
Was löst den Wadenschmerz aus?
Heute habe ich mir mal ein ausgedehntes Ganzkörper-Workout im Gym gegeben – Beine inklusive. Die 5 Kilometer zum Gym und zurück bin ich gejoggt und so wie ich jetzt hier sitze, scheint es keine Spuren hinterlassen zu haben. Daumen hoch, also! Was mich natürlich wieder zu der Frage bringt, wann nun diese Schmerzen auftreten und wann nicht? Und warum sie manchmal nicht auftreten. Haben die festen, knöchelhohen Bergstiefel den Ausschlag gegeben, da sie dem Bein mehr Festigkeit gegeben haben? Lag es daran, dass ich durch das Bergsteigen die Muskeln gestärkt habe? Oder hat sich tatsächlich eine Art Fehlstellung im Gelenk gelöst? Immer noch keine sicheren Antworten in Sicht.
Beinmuskeltraining als Ergänzung
Die Muskulatur-Theorie scheint mir aber am schlüssigsten zu sein. Deshalb werde ich das Muskeltraining für die Beine weiter ausbauen und kommende Woche wieder die 10 Kilometer laufen, um zu sehen, wie das Bein reagiert. Soviel zur (zugegeben dürftigen) Trainingswoche. Da wird hoffentlich bald wieder deutlich mehr gehen.
Like a fish in the sea
Ich weiß ja nicht, wie es bei euch so aussieht, aber in München waren es heute so um die 18 Grad, teils standen graue Wolken am Himmel, und die Sonne fiel gelegentlich auf die frühherbstlichen Blätter der Bäume. Weil ich zur Zeit nicht laufen kann, aber seriously unausgeglichen werde, wenn ich keinen Sport treibe, bin ich mal so ganz ignorant ins Freibad gegangen. Natürlich auch, um meine Kondition und Fitness zu erhalten. Darum also gepflegte 2 Kilometer schwimmen, in einer Stunde und 18 Minuten. Das ist für mich schon eine Menge, schließlich bin ich wahrlich kein begnadeter Schwimmer. Eine desolate Technik lässt die Schwimmbewegungen nach und nach immer anstrengender werden. Nach den 40 Bahnen aus dem Wasser zu steigen, jeden Muskel meines Körpers zu fühlen und die kühle Temperatur als überhaupt nicht mehr störend zu empfinden, war allerdings die gerechte Belohnung. Und ich behaupte, sogar ein wenig Farbe bekommen zu haben. Summer is not yet over!
Zwischenstand zum Monatsende
Wohlan. Den wenigen aufmerksamen Lesern dieses Blogs dürfte aufgefallen sein, dass es hier in den letzten Tagen merklich ruhiger zugegangen ist als bisher. Das hat den Grund, dass ich mir diese Woche einmal eine längere Laufpause gegönnt habe. Dementsprechend gab es auch nicht viel zu erzählen. Nach den 26 Kilometern am Sonntag hat meine Wade nämlich an den zwei Folgetagen auf’s Ärgste angefangen, Faxen zu machen. Und dieses Mal will ich ganz sicher gehen, dass sich die Beine gut anfühlen, bevor ich wieder so an die Kilometer gehe. Heute war ich gemütlich einen Kilometer schwimmen, um Gelenke und Sehnen zu schonen.
Eingeschränktes Training
Wann ich mich wieder ans Laufen mache, wird sich in der kommenden Woche entscheiden. Geplant ist ein kürzerer Lauf als Wiedereinstieg und am Sonntag eine lange Runde (maximal 30 Kilometer). Nun ist es ja schon so, dass es mich ein bisschen wurmt, dass ich meinen Plan nicht straight durchziehen kann. Andererseits: Ich glaube, am Ende wird das nicht allzu kriegsentscheidend sein. Der Wille selbst wird auf den letzten 10 Kilometern des Marathons den größten Dienst tun, davon bin ich überzeugt. Deshalb werde ich mich für die verbleibenden 6 Trainingswochen im Zweifelsfall (heißt: falls der Zustand meiner Beine das volle Laufpensum einschränkt) eher auf lange Läufe konzentrieren, die den Fettstoffwechsel trainieren. Long story short: Alles wird am Ende gut, auch wenn es nicht immer so läuft, wie geplant.
Schwimmen als Ausgleichstraining

Um die müden Knochen, Sehnen und Gelenke nach dem letzten Training zu entlasten, werde ich erst morgen wieder die Laufschuhe anziehen. Heute gab es dafür aber einen Ausgleich durch Schwimmen und Krafttraining. Mittags 1,3 Kilometer schwimmen durch die wunderbare Glörtalsperre, die zu dieser Tageszeit noch weitgehend unbevölkert in sonnenbeschienener Ruhe liegt – abends noch Ganzkörper-Workout im Gym. Made my day!
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